Notfälle

Notruf 112

NEUROLOGISCHE NOTFÄLLE: 112!

Bei folgenden Beschwerden nicht den Hausarzt oder den Neurologen, sondern den Notarzt anrufen (Tel. 112 und nicht 116 117!). Es drohen Tod oder schwere Behinderung.

Der erste Ansprechpartner ist der Notarzt. Keine Zeit mit Telefonaten, Überweisungsscheinen und Vorstellungen beim Hausarzt oder niedergelassenen Neurologen verlieren. Jede Minute zählt. Keine Ausrede. Keine Ruhe geben.

Wann sofort 112 wählen

  • Plötzlich aufgetretene, schnell zunehmende, oder gar vorrübergehende neurologische Ausfälle wie:

      ...auch wenn Neurologische Ausfälle spontan enden, handelt es sich dennoch um einen Notfall, da es sich um Vorboten eines Schlaganfalls handeln könnte.

    • Sprachstörung, undeutliches Sprechen
    • Hängen des Mundwinkels
    • Anhaltende Schwäche des Armes oder des Beines
  • Bewusstseinsstörung, Synkope, Ohnmacht
  • Epileptischer Anfall
  • Delir und/oder akute Wesensänderung, Halluzinationen, akute Verhaltensstörung, Wahnvorstellungen
  • Schwere depressive Verstimmung mit Hoffnungslosigkeit und/oder Suizidgedanken
  • Starker Kopfschmerz, insbesondere wenn er sehr plötzlich während körperlicher Belastung auftritt, sehr stark ist, schnell zunimmt oder von weiteren Beschwerden begleitet wird
  • Plötzliche, ungewöhnliche Störung des Gleichgewichts („Schwindel“) oder der Koordination, umso mehr, wenn weitere Beschwerden bestehen (z. B. Kopfschmerz, Doppelbilder, Bewusstseinsstörung)
  • Plötzlicher Sehverlust eines oder beider Augen; plötzliche, anhaltende Doppelbilder
  • Zunehmende Schluckstörung, Schwäche beim Kopfhalten, erschwertes Sprechen, Atemnot

Die Beurteilung, ob „Schwindel“ oder Kopfschmerz allein einen Notfall darstellt oder nicht, ist eine hohe Kunst. Im Zweifel überlassen Sie die Beurteilung dem Notarzt oder dem Notfallzentrum.

Diese Auflistung ist selbstverständlich nicht vollständig. Etwas, das abrupt auftritt, massiv ist und zunimmt, ist als gefährlich anzusehen.